There´s no future in the past

Über diesen Satz bin ich gestern beim Krimi gucken gestolpert. Seitdem geht er mir nicht mehr aus dem Kopf. Okay, er klingt „nice“ und bringt das übliche „lebe im hier & jetzt“ ohne Schnörkel auf den Punkt. Macht das alleine schon einen “Kopf-Wurm” daraus? Bei mir ja.

Wie unsere Zukunft aussehen wird, darüber können wir aktuell nur spekulieren. Sowieso haben wir gerade alle Hände voll damit zu tun, um mit der Gegenwart klar zu kommen. Die Vergangenheit erscheint darüber manchmal goldener als sie war. Werden wir jemals wieder so leben wie vor Corona? Liegt nicht auch eine Chance in einem „re-start“? Doch wer garantiert uns, dass die Welt dann besser wird? Könnte dabei nicht auch eine Welt entstehen, die uns fremd ist?Gibt es eine Garantie, dass sie besser werden könnte?  So viele Fragen!

Angst und Unsicherheit sind überall greifbar. Sogar hier auf Ikaria, der Insel, auf der die Resilienz quasi erfunden wurde. Jetzt gibt es hier alte Menschen in ablegenen Bergdörfern, die aus Angst vor einer Ansteckung mit der FPP2 Maske auf der Nase die Ziegen füttern gehen. Dabei leben wir hier im Corona Schlaraffenland, denn Ikaria ist infektionsfrei.

Was ist das überhaupt – Resilienz? Alle reden darüber, doch so genau …? In Kürze: der Begriff kommt aus dem lateinischen Wort „resilire“ – abprallen, zurückspringen. Ein beliebtes Bild, um Resilienz zu erklären ist der Bambus. Er wiegt und beugt sich im Wind ohne zu brechen und steht danach wieder aufrecht da. Manchmal bricht er dann doch.  Ganz im Gegensatzt zu einem Schwamm. Dieser lässt sich drücken & wringen, und sobald der Druck weg ist, springt er ruckzuck & aus eigener Kraft wieder in seine ursprüngliche Form. Jeder Mensch hat eine natürliche unterschiedlich stark ausgeprägte Resilienzfähigkeit. Hier auf Ikaria leben die Naturtalente. Aber no worries, wir Nicht-Insulaner können uns verschiedene Resilienz-Faktoren antrainieren!

Denn Resilienz kann uns dabei unterstützen, unsere Zukunft nicht in der Vergangenheit zu suchen.  Deshalb möchte ich euch heute ein Training vorstellen: „Hunting the good stuff“. Es wurde von Martin Seligmann, dem berühmten Wegbereiter der „Possitiven Psycholgie“ im Rahmen des „Comprehensive Soldier Fitness Program“ der US Army entwickelt und funktioniert wie folgt:

Jeden Tag überlegt ihr euch am Abend 3 Dinge, für die ihr an diesem Tag dankbar seid. Kleine Dinge, große Dinge, ganz egal. Notiert sie euch am Besten, denn Dinge, die wir aufschreiben, sind um 50 % wirksamer, als wenn sie uns nur mal gschwind durch den Kopf sausen. Cool, oder?

Wenn ihr die Geduld habt, das Programm wie vorgesehen 9 Wochen lang durchzuziehen, so werdet ihr feststellen, dass euer Reslienzmuskel „positive thinking“ danach richtig stark geworden ist! Dadurch verschwinden Corona und andere Probleme natürlich nicht aus unserem Leben, doch wir gehen anders damit um. Kreativer. Mit mehr Vertrauen in die eigene Kraft. Wie durch Zauberhand tun sich neue Perspektiven auf. Um nur einige Beispiele zu nennen.

There´s no future in the past. Bedeutet das vielleicht schlicht & ergreifend, dass wir nicht den Kopf in den Sand stecken sollen?

Herzliche Grüße
Barbara

 

Foto: pixabay.com

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