Siehst du die Kraniche in hohem Bogen …

Seit jeher faszinieren die fliegende Kraniche Menschen  überall auf der Welt. Mich auch. Immer wieder mal. Das Akropolis Museum Athen kürte sie in diesem Jahr als Symbol zum 10jährigen Museums-Geburtstag. So kamen die Kraniche in Form einer wunderhübschen Postkarte auch wieder in mein Leben geflogen. Sieht so aus, als würden sie dieses Mal länger bleiben.

Die Postkarte steht auf meinem Schreibtisch und bringt mich an grauen Tagen zum Lächeln. Die Eleganz ihrer Flugformation beflügelt mich, wenn ich feststecke.  Manchmal ist mir fast, als ob ich sie rufen höre…. „gruuuuuu, breite deine Flügel aus und komm´mit uns …. gruuuuu … lass dich vom Wind tragen …. gruuuuu … hab´ keine Angst … gruuuuuu“

Das Kranichfieber hat mich gepackt! Ich krame das angestaubte Origami Papier hervor und schaue mir auf youtube an, wie der Kranich gefaltet wird. Kinderleicht! Sagen die zumindest… also, meine ersten Modelle sehen nicht gerade sehr elegant aus. Wenn du 1000 Origami Kraniche gefaltet hast, so heißt es in Japan, hast du einen Wunsch bei den Göttern frei. Ach du meine Güte!

Der Kranich verbindet Ost und West, taucht in allen Kulturen auf und steht immer für Glück, Weisheit, Wachsamkeit, ein langes Leben und Standfestigkeit. Bei den Kelten hieß es sogar, dass er den Druiden das heilige Wissen bringt. In China gibt es den Kampfstil des „weißen Kranich“, der das Finden des inneren Gleichgewichtes zum Inhalt hat. Bei den alten Griechen war er gleich 3 Gottheiten zugeordnet und die Priester lasen alle möglichen wichtigen Dinge aus seinem Flug.

Ein magischer „Glückvogel“ also dieser Kranich? Wie man es nimmt. Jeder ist ja auch seines Glückes Schmied. Der Kranich fordert uns auf, eine höhere Warte einzunehmen. Die Dinge um uns herum zu verbinden, anstatt sie zu trennen oder zu bewerten. Schaffen wir das, sehen wir langsam und sicher das Leben in einer neuen Perspektive. Sind wir dann glücklicher?  Hmmm. Zufriedener bestimmt. Die Basis für Glücksmomente aller Art.

Es kommt dabei ganz unbedingt auch auf den richtigen Zeitpunkt an. Meine Freunde, die Kraniche, kennen den genau. In Tibet leben Kraniche, die im Herbst vom Dach der Welt nach Indien fliegen, um in den wärmeren Gefilden zu überwintern. Im Frühling machen sie sich auf die Heimreise und Obacht, jetzt kommt´s! Es gibt nur einige wenige Tage, an denen die Winde im Himalaya so wehen, dass die Kraniche über die hohen Berggipfel zurück nach Tibet gelangen können. Und jedes Jahr auf den Tag genau wissen sie, wann es losgeht! Ob es eine Art Kranich-Wetterstation gibt? Oder hören sie schlicht und einfach auf ihre innere Stimme, ihre Intuition? Sollte ich auch mal wieder tun… gruuuu… da rufen sie wieder.

Last but not least ist der Kranich auch ein Symbol für einen glücklichen Abschluss und kraftvollen Neubeginn. Und damit hat er es in meinen Weihnachtsblog geschafft! In all dem Feiertagstrubel den einen oder anderen Moment Stille genießen, das gehört für mich ganz unbedingt zur Weihnachtszeit dazu. Lauschen, was die innere Stimme so spricht. Was will in diesem Jahr noch erledigt sein, damit es zu einem glücklichen Abschluss kommt? Bist du bereit bist für einen kraftvollen Neubeginn 2020? Dann nichts wie los!

Möge der Kranich in diesen Tagen also mit uns sein! Ich wünsche euch fröhlich funkelnde
wunder-volle Weihnachtstage und einen glücklichen Flug ins Neue Jahr!

Herzliche Grüße
Barbara

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