Ikaria – die wilde Schöne

Diesen Sommer habe ich das große Glück volle zwei Monate auf „meiner“ griechischen Insel verbringen zu dürfen! Glück wächst bekanntlich, wenn man es teilt und deshalb möchte ich einige meiner Glücksmomente in diesem „Sommer Blog“ mit euch teilen!

Ikaria –  in der nördlichen Ägäis gelegen, ist 255.320 km² groß, an der längsten Stelle 40 km lang und an der schmalsten Stelle nur 1,5 km breit. Durch die Mitte zieht sich eine Gebirgskette und der Berg Atheras ist mit 1.037 m die höchste Erhebung der Insel.  Ca.  8000 Menschen wohnen hier das ganze Jahr, die Hauptstadt ist Agios Kirikos und der 2. Hafenort heißt Evdilos. Nach acht Stunden Fahrt mit der Fähre von Athen aus, erhebt sich „die schöne Wilde“ majestätisch aus dem Meer wie ein einziger großer Felsen und man fragt sich auf den ersten Blick, wo hier wohl die Menschen leben? Man muss schon näher hinschauen, um die grünen Schluchten, die Flüsse und Pinienwälder zu entdecken! Auch die alten Bergdörfer sind vom Meer aus kaum zu erkennen, so gut verschmelzen sie mit der Landschaft, denn das rettete die Bewohner, wenn bis vor ungefähr 200 Jahren die Piraten vor der Insel kreuzten!

Anders als ihre benachbarten Inseln Mykonos und Samos liegt Ikaria abseits der großen Touristenströme und auch das macht ihren ursprünglichen Reiz aus.

Die Insel ist aus Vulkan Lava entstanden und bekannt für ihre radioaktiven Heilquellen, die an verschiedenen Stellen auch frei ins Meer blubbern. So manche Inselbesucher wollten nach der Ankunft die Insel sofort wieder verlassen, weil diese Energie sie ganz „kirre“ macht. Bei vielen anderen wirkt sich die gleiche Energie ins Gegenteil aus und sie wollen gar nicht mehr weg bzw. kommen immer wieder. Zu den Letzteren gehöre ich, seit mich der „Zufall“ vor vielen Jahren das erste Mal hierher geführt hat und weitere „Zufälle“ dafür sorgten, dass ich immer wieder gekommen bin.

Vor einigen Jahren wurde Ikaria offiziell zu einer der sogenannten Blue-Zone-Gebieten erklärt. Das sind die Gebiete auf der Welt, in denen die Menschen sehr alt werden und dabei jung & geistig fit bleiben. In diesem Zusammenhang war auch in der deutschen Presse öfters von Ikaria zu lesen – da wurde gerätselt, ob es wohl am Trinkwasser liegt oder am Kaffee, den Salaten aus Wildkräutern, der Ziegenmilch oder doch am guten lokalen Rotwein? Immerhin wurde hier, so erzählt die Sage, Dionysos geboren!

Das alles mag eine Rolle spielen, doch ist längst noch nicht alles! Denn so wie die Insel ein ganz bsonderer Ort ist, so sind auch die Ikarer ein ganz besonderer Menschenschlag! Die Zeit verläuft hier anders als an anderen Orten der Welt und damit ist ein einzigartiges ZEIT-MANAGEMENT entstanden. Die LEBENSFREUDE ist bei jedem ikarischen Dorffest, den Panajiris, greifbar und die RESILIENZ gab es auf dieser Insel schon, bevor der Begriff überhaupt definiert wurde! Denn das Leben hier war nie leicht und oft mussten sich die Menschen in ein Schicksal fügen, das sie sich womöglich anders vorgestellt hatten. Anstatt zu zerbrechen, sind sie daran gewachsen und haben daraus nicht nur für sich persönlich das Beste gemacht, sondern auch den Nährboden für viele lokale Traditionen gelegt, die bis heute gelebt werden.

Es gibt hier so viele schöne Coaching Momente live zu erleben und einige dieser Geschichten möchte ich euch in den kommenden 6 Wochen auf diesem Blog erzählen! Den Beginn macht im nächsten Beitrag das Thema „ZEIT-Management“ und wird nächste Woche um diese Zeit hier an dieser Stelle zu lesen sein. Vielleicht auch erst in 10 Tagen … schließlich befinde ich mich auf Ikaria und hier ticken die Uhren anders… 😊

Euch allen wünsche ich derweil schöne Sommertage! Sonnige Grüße! Barbara

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